Präzise Datenerfassung aus der Luft
Während der Befliegung wurden rund 1.000 georeferenzierte Einzelbilder aufgenommen. Diese Fotos decken die gesamte Fläche aus unterschiedlichen Blickwinkeln ab. Jede Aufnahme wird dabei mit ihrer exakten Position und Ausrichtung im Raum gespeichert. So lässt sich später genau nachvollziehen, von welchem Punkt aus jedes Bild aufgenommen wurde. Das bedeutet: enorme Rechenleistung, viele Variablen und ein Computer mit viel Rechenleistung.
Von Einzelbildern zum digitalen 3D-Modell. Die Bilddaten werden anschließend mit einer Photogrammetrie-Software Agisoft Metashape verarbeitet. Dabei werden die vielen Einzelbilder rechnerisch miteinander verknüpft. Aus Millionen von Bildpunkten entsteht so ein detailliertes, georeferenziertes 3D-Modell der Oberfläche. Anschließend wird das Modell mithilfe von Zielmarken am Boden zusätzlich georeferenziert, wodurch sich die Genauigkeit weiter verbessert.
Das Verfahren bildet jedoch ausschließlich sichtbare Oberflächen ab. Bei Vegetation bedeutet das: Gras, Sträucher oder Büsche erscheinen im Modell als Oberfläche, während der Boden darunter nicht sichtbar ist. Für Volumenberechnungen in bewachsenen Bereichen ist diese Methode daher nur eingeschränkt geeignet. Hohe Genauigkeit bei offenen Flächen. Besonders präzise Ergebnisse lassen sich auf bewuchsarmen oder offenen Flächen erzielen, zum Beispiel auf Schotterflächen oder Erdlagern.
Unter guten Bedingungen erreichen Drohnenaufnahmen Genauigkeiten von etwa ±2 bis 5 Zentimetern und liefern damit eine zuverlässige Grundlage für viele Vermessungs- und Planungsaufgaben.
Orthofotos als Grundlage für Planung und Analyse
Das wichtigste Endprodukt der Befliegung ist das sogenannte Orthofoto. Dabei werden die vielen Einzelbilder zu einem maßstabsgetreuen und entzerrten Luftbild zusammengesetzt. Die erreichbare Genauigkeit liegt, abhängig von Flughöhe, Auflösung und Befliegungsstrategie bei etwa 1 bis 3 Zentimetern. Bei größeren Flächen wird häufig eine Pixelauflösung von rund 3 cm verwendet. Dadurch lassen sich selbst kleinere Details wie Büsche, Geländekanten oder einzelne Strukturen klar erkennen. Orthofotos eignen sich daher hervorragend als Planungsgrundlage, Dokumentation oder Hintergrundkarte für GIS- und Vermessungsprojekte.