Basisabdichtung Deponie Hattorf
Deutschland, Hattorf
Auftraggeber
Landkreis Göttingen
Projektumfang
Basisabdichtung
Ingenieurleistungen
Vermessung, Objektplanung Ingenieurbauwerke Leistungsphasen 1-9, örtliche Bauüberwachung, SiGeKo, Bestandspläne
Kompetenzfelder
Abfalltechnik
Der Landkreis Osterode am Harz betreibt seit 1976 die Kreismülldeponie Hattorf am Harz zur fachgerechten Entsorgung von Siedlungsabfällen. Nach rund 20 Jahren Betriebszeit wurde der älteste Deponieabschnitt durch das Aufbringen einer endgültigen Oberflächenabdichtung stillgelegt. Die Ingenieurleistungen für Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung wurden dabei durch uns erbracht.
Zunächst wurde für die ca. 67.000 m² großen Böschungsflächen (Neigung ca. 1:2) sowie den etwa 15.000 m² umfassenden Kuppenbereich ein geeigneter Aufbau des Oberflächenabdichtungssystems entwickelt. Im Rahmen eines Variantenvergleichs wurden abfallrechtliche, bautechnische und wirtschaftliche Randbedingungen bewertet und in enger Abstimmung mit den zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden abgestimmt.
Abweichend von der üblichen Praxis eines einheitlichen Dichtungsaufbaus für den gesamten Deponiekörper wurde ein an die örtlichen Gegebenheiten angepasster, differenzierter Aufbau für Böschungs- und Kuppenbereiche realisiert. Beide Systeme basieren auf einer Kombinationsabdichtung aus Kunststoffdichtungsbahn und mineralischer Dichtungskomponente.
Auf den Böschungsflächen kam mit Trisoplast® ein speziell für den Deponiebau entwickeltes mineralisches Dichtungssystem zum Einsatz, während im Kuppenbereich Bentonitmatten verwendet wurden. Die differenzierte Systemwahl ermöglichte eine technisch optimierte und wirtschaftlich effiziente Lösung, die sich insbesondere bei den stark geneigten Flächen bewährte.
Durch die angepasste Ausführung der Dichtungsaufbauten konnten gegenüber einer einheitlichen Lösung Einsparungen von rund 3,5 % erzielt werden, was bei Gesamtkosten von ca. 6,7 Mio. € einem erheblichen sechsstelligen Betrag entspricht.
Im Verlauf der Bauausführung stieß insbesondere die Trisoplast®-Abdichtung auf großes fachliches Interesse. Die Baustelle wurde von zahlreichen Fachbesuchern aus Ingenieurbüros, Deponiebetreibern sowie Vertretern des Arbeitskreises Trisoplast® besichtigt, der maßgeblich die Anforderungen an Herstellung und Einbau dieses Systems definiert.