Stützwand Wipertikreisel in Quedlinburg

Deutschland, Quedlinburg

Auftraggeber

Landkreis Harz

Projektumfang

Ersatzneubau Stützwand als Bohrpfahlwand mit Ortbetonvorsatz

Ingenieurleistungen

Objektplanung Ingenieurbauwerke Leistungsphasen 1-8 Objektplanung Tragwerksplanung Leistungsphasen 1-6, örtliche Bauüberwachung

Kompetenzfelder

Konstruktiver Ingenieurbau

Im Rahmen des geplanten Knotenausbaus der Wipertistraße / Kaiser-Otto-Straße in Verbindung mit der Herstellung eines Kreisverkehrs wurden die bestehenden Stützwände im Bereich des Parkplatzes Schenkgasse wegen der erforderlichen Vergrößerung der Verkehrsflächen überplant und ersetzt. Der Ersatzneubau der Stützwand wurde als 1. Bauabschnitt vorlaufend zum eigentlichen Knotenausbau realisiert.

Die neue Stützkonstruktion wurde als Bohrpfahlwand in unterschiedlichen Ausführungsvarianten hergestellt. Zum Einsatz kamen sowohl überschnittene Bohrpfahlwände als auch aufgelöste Bohrpfahlreihen mit aufgesetztem Kopfbalken und vorgesetzter Vorsatzschale. Die Bohrpfähle wurden mit einem Durchmesser von 62 cm ausgeführt und bis auf eine Höhe von 117,00 m NHN in den tragfähigen Sandsteinzersatz eingebunden.

Die Herstellung der Pfähle erfolgte aus Beton der Festigkeitsklasse C25/30 unter Berücksichtigung der Expositionsklassen XC2 und XF1. Die statische Ausführung sieht vor, dass die überschnittene Wand teilweise bewehrt ist, während die aufgelöste Bohrpfahlreihe sowie jeder zweite Pfahl der geschlossenen Wand bewehrt ausgeführt wurden.

Auf den Bohrpfählen wurden durchlaufende Pfahlkopfbalken angeordnet, an die luftseitig die Vorsatzschalen konstruktiv angehängt wurden. Die Gestaltung der sichtbaren Wandflächen erfolgte mittels strukturierter Schalungsmatrizen und einer sandsteingelben Einfärbung, wodurch eine gestalterische Einbindung in das städtebauliche Umfeld erreicht wurde.