Potenzialstudie für die Kläranlage Gardelegen
Deutschland, Gardelegen
Auftraggeber
Wasserverband Gardelegen
Projektumfang
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz
Ingenieurleistungen
Studie
Kompetenzfelder
Die Kläranlage Gardelegen wurde ursprünglich für eine biologische Abwasserreinigung mit vorgeschalteter biologischer Phosphorelimination sowie aerober Schlammstabilisierung konzipiert und für eine Ausbaugröße von 40.000 Einwohnerwerten errichtet. In den Jahren 2009 bis 2011 erfolgte eine Erweiterung der Anlage durch den Neubau einer Klärschlammfaulung, wodurch die Ausbaugröße auf 50.000 Einwohnerwerte erhöht wurde. Ergänzend wurden ein Gasspeicher sowie ein Blockheizkraftwerk zur Eigenstromerzeugung in die Anlagentechnik integriert.
Ziel der durchgeführten Studie war eine umfassende verfahrenstechnische und energetische Bewertung der Kläranlage Gardelegen. Im Rahmen der Untersuchung erfolgten zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme sowie die Grundlagenermittlung der bestehenden Anlagen- und Betriebsstruktur. Darauf aufbauend wurde ein aktuelles Lagebild erstellt und ein Simulationsmodell mit der Software SIMBA#5 aufgebaut, um die verfahrenstechnischen Zusammenhänge realitätsnah abzubilden.
Auf Basis dieses Modells wurde eine Potenzialanalyse möglicher Optimierungsansätze durchgeführt. Dabei wurden sowohl verfahrenstechnische als auch energetische Verbesserungsmöglichkeiten betrachtet. Zusätzlich erfolgte die Prüfung von Optionen zur weiterführenden Klärschlammbehandlung sowie von Maßnahmen zur Reduzierung des Primärenergiebedarfs der Anlage.
Die Ergebnisse wurden in Form einer systematischen Zusammenstellung von Einsparpotenzialen und zugehörigen Kosten aufbereitet. Ergänzend dazu erfolgte eine Bewertung möglicher Förderprogramme zur Unterstützung der Umsetzung der identifizierten Maßnahmen.
Mit der Studie wurde eine fundierte Entscheidungsgrundlage geschaffen, um die Kläranlage Gardelegen langfristig energetisch und verfahrenstechnisch zu optimieren und nachhaltig weiterzuentwickeln.