Erschließung des Baugebietes „Am Schildbaum“
Deutschland, Hohenhameln
Auftraggeber
Gemeinde Hohenhameln
Projektumfang
Größe des Baugebietes 5,98 ha SW-Kanal (DN 200) 650m und RW-Kanal (DN 300-500) 620m Regenrückhaltebecken 750 m³ Pumpwerk mit Pumpen in Trockenaufstellung Druckleitung 1,4km im Spülbohrverfahren mit Armaturenschächte Erschließungsstraßen rd. 640 m Entlastungsstraße (Ackerrain) mit oberflächli-cher Entwässerung und Anbindung an die Kreisstraße 35 Straßenfläche 10.200 m²
Ingenieurleistungen
Objektplanung Ingenieurbauwerke, Leistungsphasen 1-9 Objektplanung Verkehrsanlagen, Leistungsphasen 1-9 inkl. Straßenbeleuchtung, planungsbegleitende Vermessung und örtliche Bauüberwachung
Kompetenzfelder
Erschließung und Revitalisierung
Die Gemeinde Hohenhameln plant die Erschließung des Baugebietes „Am Schildbaum“ in Hohenhameln. Das Baugebiet entsteht in integrierter Lage zwischen dem bereits bebauten Gebiet „Hoher Weg III“ und der Bierbergener Straße (K 35). Östlich der Baugebiete „Hoher Weg II“ und „Hoher Weg III“ verläuft die Straße Ackerrain, die im Zuge der Maßnahme bis zur K 35 verlängert und als innerörtliche Hauptverkehrsstraße ausgebildet wird. Die Gesamtmaßnahme wird einschließlich der Anbindung an die K 35 über das R-GVFG gefördert. Für die technische Erschließung (Schmutz-, Regenwasser und Trinkwasser) des Baugebietes mit insgesamt 49 Baugrundstücken ist der Wasserverband Peine zuständig. Das Ingenieurbüro Pabsch Ingenieure GmbH wurde mit den erforderlichen Ingenieurleistungen für Planung und Durchführung der Erschließung beauftragt.
Im Bereich der Schmutzwasserableitung wird das im Baugebiet anfallende Abwasser über die geplanten Schmutzwasserhauptkanäle der Erschließungsstraßen aufgenommen und in südliche Richtung abgeleitet. Im Bereich der Gerhart-Hauptmann-Straße wird ein neuer Kontrollschacht auf dem bestehenden Kanal hergestellt. Der bestehende Anschluss in Richtung Westen an den vorhandenen Mischwasserkanal wird auf einer Länge von rund 110 m verdämmt und außer Betrieb genommen. Künftig erfolgt die Ableitung des Schmutzwassers aus dem Baugebiet Hoher Weg III über die neuen Schmutzwasserkanäle des Baugebietes „Am Schildbaum“ nach Süden.
Von dort wird das Abwasser über ein neu herzustellendes Pumpwerk sowie eine Druckrohrleitung in südwestlicher Richtung zum Regenüberlaufbecken „Alte Kläranlage“ gefördert und anschließend über den bestehenden Freigefällehauptsammler der Kläranlage Soßmar zugeführt. Die Schmutzwasserhauptkanäle werden in PP-Rohren DN 200 ausgeführt. Ergänzend sind Fertigteilschächte DN 1.000 vorgesehen. Insgesamt werden rund 650 m Schmutzwasserkanal, 17 Kontrollschächte, 49 Hausanschlüsse sowie Revisionsschächte DN 600 hergestellt.
Die Regenwasserableitung erfolgt über ein separates System, das in den Planstraßen parallel zum Schmutzwasserkanal angeordnet ist. Das Niederschlagswasser aus öffentlichen Verkehrsflächen sowie privaten Grundstücken wird gesammelt und dem im Südosten des Baugebietes angeordneten Regenrückhaltebecken im Tiefpunkt des Geländes zugeführt. Die Regenwasserkanäle werden überwiegend aus Stahlbetonrohren hergestellt und umfassen Nennweiten DN 300 (ca. 300 m), DN 400 (ca. 70 m) und DN 500 (ca. 250 m). Die zugehörigen 15 Kontrollschächte werden als Betonfertigteilschächte DN 1.000 nach DIN EN 1917 ausgeführt.