Vertiefte Sicherheitsprüfung der Gelmketalsperre
Deutschland, Goslar
Auftraggeber
Bergbau Goslar GmbH
Projektumfang
Vertiefte Sicherheitsprüfung nach DIN 19700 Studie Hydrologie und Hydraulik
Ingenieurleistungen
Vertiefte Sicherheitsprüfung nach DIN 19700 Niederschlags-/ Abflussmodell Wassertechnische Überprüfung der Dammhöhen Hydraulischer Leistungsnachweis aller Auslauforgane
Kompetenzfelder
Wasserbau und Wasserwirtschaft
Die Gelmketalsperre liegt am Ortsrand von Goslar im Stadtteil Oker im Gelmketal und stellt eine historisch geprägte Talsperrenanlage dar. Sie diente bis 1988 der Einlagerung von Flotationsabgängen der Erzaufbereitung Rammelsberg und besteht heute aus den Sedimentationsbecken I und II sowie einem oberhalb angeordneten Hochwasserrückhaltebecken.
Aufgrund der letzten sicherheitstechnischen Bewertung aus dem Jahr 2005 wurde im Rahmen der Erstellung eines aktuellen Sicherheitsberichts eine erneute und umfassende Überprüfung der hydrologischen und hydraulischen Bemessungsgrundlagen erforderlich. Ziel ist die Aktualisierung der sicherheitsrelevanten Nachweise unter Berücksichtigung aktueller fachlicher Regelwerke sowie veränderter hydrologischer Randbedingungen.
Die wasserwirtschaftlichen Grundlagen für die Bemessung von Speicheranlagen und deren Betriebseinrichtungen sind in den Teilen 10 und 11 der DIN 19700 festgelegt. Entsprechend dieser Norm ist die Gelmketalsperre der Talsperrenklasse 1 zuzuordnen. Daraus ergeben sich für die hydrologische Bemessung die Hochwasserbemessungsfälle BHQ1 und BHQ2 mit Jährlichkeiten von T = 1.000 Jahren bzw. T = 10.000 Jahren. Ergänzend wird zur Bewertung der Hochwasserschutzwirkung für die Unterlieger der Hochwasserbemessungsfall BHQ3 mit einer Jährlichkeit von T = 100 Jahren betrachtet.
Im Rahmen der Bearbeitung wurde ein Niederschlag-Abfluss-Modell aufgebaut, mit dem die maßgebenden Zuflussganglinien für die Gelmketalsperre ermittelt wurden. Auf dieser Grundlage sowie unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der vorhandenen Ablassorgane erfolgte die Berechnung der maßgebenden Bemessungswasserstände für die Hochwasserereignisse BHQ1, BHQ2 und BHQ3. Daraus wurden anschließend die erforderlichen Freibordhöhen abgeleitet und bewertet.