Prozessleitsystem Verbandsbereich Osterwieck
Deutschland, Osterwieck
Auftraggeber
Trink- und Abwasserzweckverband Ostharz
Projektumfang
Sanierung von 18 Abwasserpumpwerken und 24 Trinkwasserstationen um Osterwieck
Ingenieurleistungen
Bestandsaufnahme, Fachplanung Technische Ausrüstung Leistungsphasen 2-8, Anträge bei Versorgern
Kompetenzfelder
Elektro- und Energietechnik
Der Trink- und Abwasserzweckverband Vorharz beabsichtigte die Anbindung seiner wasserwirtschaftlichen Anlagen an ein übergeordnetes Prozessleitsystem mittels Datenfernübertragung. Aufgrund der historisch gewachsenen Anlagenstruktur befand sich die Schalt- und Steuerungstechnik in den einzelnen Stationen in einem unterschiedlichen technischen Zustand, sodass ein Teil der Bestandsanlagen nicht ohne Weiteres in das neue Leitsystem integrierbar war.
Im Bereich der Abwasseranlagen verfügen die Pumpwerke in der Regel über eigene Stromnetzanschlüsse zur Energieversorgung. Für diese Standorte wurde die Lieferung und Einbindung neuer Schaltschränke vorgesehen, die unmittelbar an den Bauwerken positioniert und in die bestehende Anlagensteuerung integriert wurden.
Im Trinkwasserbereich sind Stromanschlüsse überwiegend nur an Druckerhöhungsanlagen vorhanden. Die Erfassung von Betriebsdaten aus Wasserzähl- und Druckminderschächten erfolgte bislang teilweise manuell sowie ergänzend über batteriegepufferte Datenlogger. Anlagenstandorte mit wirtschaftlich herstellbarem Netzanschluss wurden mit einem eigenen Hausanschluss sowie ortsfesten Standschränken ausgestattet und in das Leitsystem eingebunden.
Für Standorte ohne wirtschaftlich darstellbare Netzversorgung erfolgte die Ausrüstung mit batteriegepufferten Datenloggern in Kombination mit Funkmodulen zur drahtlosen Datenübertragung. Dadurch konnte eine flächendeckende und durchgängige digitale Erfassung der Betriebsdaten aller relevanten Anlagen sichergestellt werden.