Sanierung der Kläranlage Wrestedt
Deutschland, Uelzen
Auftraggeber
Celle-Uelzen-Netz GmbH
Projektumfang
Ausbaugröße KA: 13.000 EW Vererdung für 11.200 EW Vier Vererdungsbeete mit je 3300 m³ Volumen Schlammanfall: 8.150 m³/a (TS = 3,0%) Vererdungsfläche: 8.500 m2
Ingenieurleistungen
Objektplanung Ingenieurbauwerke, Gebäude und Verkehrsanlagen für die Leistungsphasen 1-9, örtliche Bauüberwachung Technische Ausrüstung: Maschinen und Verfahrenstechnik Leistungsphasen 1-9, örtliche Bauüberwachung Maschinentechnische Ausrüstung aerobe Schlammstabilisierung, Leistungsphasen 1-9 E-MSR Leistungsphasen 1-9 Tragwerksplanung Leistungsphasen 1-6 Entwurfs- und Bauvermessung
Kompetenzfelder
Abwasserbehandlung , Elektro- und Energietechnik , Vermessung
Im Jahr 2016 wurde auf der Kläranlage eine konzeptionelle Investitionsplanung durchgeführt, in deren Rahmen die bestehenden Betriebsdaten ausgewertet und Optimierungspotenziale ermittelt wurden. Auf Grundlage dieser Bewertung entschied die Samtgemeinde, die bisherige mechanische Schlammentwässerung durch eine Klärschlammvererdungsanlage zu ersetzen. Ziel der Maßnahme ist eine nachhaltige, wartungsarme und wirtschaftliche Schlammentwässerung unter Nutzung natürlicher Prozesse. Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union gefördert.
Mit der Gesamtplanung einschließlich der örtlichen Bauüberwachung wurde die Pabsch Ingenieure GmbH beauftragt. Zusätzlich übernahm das Ingenieurbüro den Auftrag für den verfahrenstechnischen Umbau der bestehenden Kläranlage, um deren Betrieb optimal auf die neue Vererdungsanlage abzustimmen.
Der Umbau umfasst neben dem Neubau der Klärschlammvererdungsanlage verschiedene Teilmaßnahmen zur Anpassung und Erneuerung der Anlagentechnik. Dazu gehören die Erneuerung und Umgestaltung der mechanischen Reinigung mit Rechen und Sandfang, eine Gebäudeerweiterung zur Aufnahme von zwei Rechen-Sandfang-Kompaktanlagen sowie eines Sandwäschers, der Bau einer neuen Verbindungsleitung zwischen der Vorreinigung und der biologischen Stufe sowie eines neuen Verteilerschachtes im Zulauf zur Biologie. Außerdem wurden die zugehörigen Verkehrsanlagen geplant und deren Ausführung überwacht.
Darüber hinaus wurde das vorhandene Schlammsilo zu einer externen aeroben Schlammstabilisierung mit Eindickung und Speicherung des Überschussschlamms umgebaut. Der bestehende Schlammspeicher wird künftig als Abwasserpufferbecken zur Aufnahme von Zulaufspitzen aus den Pumpwerken Bodenteich und Wieren genutzt. Ergänzend dazu wurden ein neues Pufferspeicherpumpwerk, ein Druckleitungsverteilerschacht sowie neue Rohrleitungsverbindungen zur Vererdungsanlage errichtet. Abschließend erfolgten Leitungsverlegungen und -umschlüsse auf dem gesamten Kläranlagengelände, um einen reibungslosen Betrieb aller Anlagenteile sicherzustellen.