PV-Anlage Deponie Heinde
Deutschland, Heinde
Auftraggeber
Photovoltaikpark Heinde/ Lechstedt GmbH & Co. KG
Projektumfang
bautechnische und hydraulische Bestandteile des Projektes, Abstimmung Einspeisung
Kompetenzfelder
Elektro- und Energietechnik
Die Bedeutung regenerativer Energiequellen nimmt vor dem Hintergrund der klimapolitischen Zielsetzungen in Deutschland stetig zu. Besonders geeignet für großflächige Photovoltaikanlagen sind dabei Konversionsflächen. Auf Initiative des Landkreises sowie des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Hildesheim als Eigentümer der Deponiestandorte Lechstedt und Heinde wurde im Winter 2009/2010 durch das Ingenieurbüro Richter eine Machbarkeitsstudie erstellt, die das Vorhaben positiv bewertete.
Die anschließende Projektbearbeitung erfolgte in mehreren parallel verlaufenden Arbeitsschwerpunkten. Aus technischer Sicht wurden zunächst die für eine Belegung mit Photovoltaikmodulen geeigneten Flächen identifiziert und abgegrenzt. Darauf aufbauend erfolgte die Entwicklung der erforderlichen Gründungssysteme sowie die statische Konzeption der Unterkonstruktionen. Ergänzend wurden Simulationen und Ertragsberechnungen für unterschiedliche Modul- und Wechselrichterkonfigurationen durchgeführt.
Aufgrund sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, insbesondere der angekündigten Einführung zusätzlicher Degressionsstufen, musste die wirtschaftliche Bewertung fortlaufend an die dynamische Preisentwicklung der Modultechnik angepasst werden.
Parallel hierzu wurde die Betreibergesellschaft Photovoltaikpark Heinde/Lechstedt GmbH & Co. KG gegründet. Gesellschafter sind der Landkreis Hildesheim, der Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim, die Stadtwerke Bad Salzdetfurth sowie die Volksbank Hildesheimer Börde. Ergänzend beteiligten sich insgesamt 22 Bürgerinnen, Bürger und Institutionen an der Umsetzung der Anlage.
Mit der Kombination aus technischer Planung, wirtschaftlicher Anpassung und breit aufgestellter Trägerstruktur wurde die Grundlage für die erfolgreiche Realisierung eines großflächigen Photovoltaikparks auf ehemaligen Deponieflächen geschaffen.