Regenwasserkanal Föhrste im Rohrvortriebsverfahren
Deutschland, Alfeld
Auftraggeber
Stadt Alfeld
Projektumfang
Regenrückhaltebecken 3.900 m³, Ableitung DN1000, Bahnquerung DN 1000
Ingenieurleistungen
Hydraulikstudie, Objektplanung Ingenieurbauwerke Leistungsphasen 1-8, örtliche Bauüberwachung, Antrag Bahnkreuzung
Kompetenzfelder
Stadtentwässerung
Die Stadt Alfeld hat im Ortsteil Föhrste in den vergangenen Jahren wiederholt Überflutungen infolge von Starkregenereignissen verzeichnet. Zur Analyse der hydraulischen Situation wurde auf Basis einer Hydraulikstudie mit dem Modell HYSTEM-EXTRAN ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der in mehreren Bauabschnitten umgesetzt wird. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Kanalbau im Bereich „Schimmeck“ in Föhrste.
Im Zuge dieser Maßnahme wurde ein neuer Regenwasserkanal DN 1000 auf einer Gesamtlänge von rund 300 Metern hergestellt. Ein etwa 50 Meter langer Abschnitt wurde dabei im Rohrvortrieb unter der bestehenden Eisenbahntrasse realisiert. Hier kam eine Schildvortriebsmaschine mit flüssigkeitsgestützter Ortsbrust zum Einsatz, um einen sicheren und kontrollierten Vortrieb unter den beengten Randbedingungen zu gewährleisten.
Ergänzend wurde der Bau eines Regenrückhaltebeckens in Hanglage umgesetzt. Zur Herstellung des erforderlichen Rückhaltevolumens von 3.900 m³ waren umfangreiche Erdarbeiten notwendig, bei denen rund 22.000 m³ Boden ausgehoben wurden. Das Becken dient künftig der kontrollierten Zwischenspeicherung von Niederschlagswasser und trägt wesentlich zur Entlastung der nachgeschalteten Entwässerungssysteme bei.
Mit der Kombination aus leistungsfähigem Regenwasserkanal und Rückhaltestruktur wird die hydraulische Leistungsfähigkeit des Systems im Ortsteil Föhrste nachhaltig verbessert und die Hochwassersicherheit deutlich erhöht.