Sanierung der Mischwasser-kanalisation
Deutschland, Springe
Auftraggeber
Stadtentwässerung Springe
Projektumfang
Berstlining Mischwasserhauptkanal: 70 m DN 00 Erneuerung Mischwasseranschlussleitungen in offener Bauweise: 70 m, 8 St. Erneuerung Mischwasseranschlussleitungen in geschlossener Bauweise, gesteuerte Pilotrohrvortrieb: 50 m, 7 St. Renovierung Mischwasseranschlussleitungen Schlauchliner: 45 m, 5 St.
Ingenieurleistungen
Objektplanung Ingenieurbauwerke Leistungsphasen 2-8 örtliche Bauüberwachung
Kompetenzfelder
Stadtentwässerung
Im Zuge der Erneuerung der Mischwasserkanalisation in der Fünfhausenstraße in Springe wurde ein umfassendes Sanierungskonzept umgesetzt. Aufgrund des stark fortgeschrittenen baulichen Verschleißes mussten ein Hauptkanal sowie der überwiegende Teil der angeschlossenen Grundstücksanschlussleitungen erneuert werden.
Die Wahl der Sanierungsverfahren wurde maßgeblich durch die örtlichen Randbedingungen bestimmt. Mehrere Anschlussleitungen verlaufen unter zahlreichen Versorgungsleitungen sowie unter einem bestehenden Regenwasserkanal DN 1000, wodurch eine Erneuerung in offener Bauweise nicht möglich war. Gleichzeitig stellt die Fünfhausenstraße eine wichtige innerstädtische Verkehrsachse dar. Da für die Arbeiten eine Vollsperrung erforderlich war, galt es, die Bauzeit auf ein Minimum zu reduzieren und die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten.
Der beschädigte Mischwasserhauptkanal wurde daher im Berstlining-Verfahren erneuert. Der rund 70 m lange Betonkanal DN 400 wurde durch PP HM-Kurzrohre OD 450 mit integrierter Multi-Raster-Steckverbindung ersetzt. Die Anbindung der seitlichen Anschlussleitungen erfolgte in offener Bauweise mittels PP HM-Aufschweißsätteln. Die Ausführung wurde von Baugrube zu Baugrube vorgenommen, wobei sowohl der Start- als auch der Zielschacht vollständig erneuert wurden. Durch den Einsatz des grabenlosen Verfahrens konnte die Bauzeit für die Erneuerung des etwa 4 m tief liegenden Hauptkanals deutlich verkürzt werden.
Acht Mischwasseranschlüsse wurden in offener Bauweise erneuert. Zum Einsatz kamen PP HM-Rohre OD 160 mit integrierter Steckmuffenverbindung, die eine wirtschaftliche und dauerhaft dichte Anbindung gewährleisten.
Besondere Herausforderungen stellten sieben Anschlussleitungen dar, die unter den vorhandenen Versorgungsleitungen sowie dem Regenwasserkanal DN 1000 verlaufen. Diese wurden mittels gesteuertem Pilotrohrvortrieb erneuert. Hierzu wurden auf den Grundstücken Startbaugruben hergestellt, in denen die Vortriebstechnik installiert wurde. Von dort aus erfolgte die Herstellung neuer Leitungsachsen unter den bestehenden Bauwerken hindurch bis zum Hauptkanal. Die Anbindung an den Mischwasserkanal wurde anschließend in offener Bauweise hergestellt. Für den Pilotrohrvortrieb kamen PP HM-Kurzrohre OD 180 mit integrierter Steckmuffenverbindung zum Einsatz.
Ergänzend wurden fünf Anschlussleitungen mit geringerem Schadensumfang mittels Schlauchliner saniert. Die Renovierung erfolgte aus vorhandenen beziehungsweise neu hergestellten Übergabeschächten auf den Grundstücken und ermöglichte eine wirtschaftliche Instandsetzung ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten.
Die Bauausführung erfolgte im Sommer 2025. Durch die Kombination aus offener Bauweise, grabenloser Kanalerneuerung und modernen Renovierungsverfahren konnte die Mischwasserkanalisation nachhaltig ertüchtigt und an die zukünftigen Anforderungen angepasst werden.
Diese Fassung orientiert sich stilistisch an typischen Referenzbeschreibungen von Ingenieurbüros: technisch präzise, mit klarer Projektgeschichte (Ausgangslage → Herausforderung → Lösung → Ergebnis) und einer etwas stärkeren Herausarbeitung der ingenieurtechnischen Besonderheiten. Dadurch wirkt der Text professioneller und lädt den Leser eher dazu ein, sich mit dem Projekt näher zu beschäftigen.