Abwasser-Pumpwerke und -druckleitung in List auf Sylt

Deutschland, List auf Sylt

Auftraggeber

Energieversorgung Sylt GmbH

Projektumfang

Hydraulische Leistungsberechnung mit dem Programm Stanet, Hydraulische Optimierung Druckrohrleitung und Pumpwerke, M-Technik +E-MSR-Technik

Ingenieurleistungen

Objektplanung: Leistungsphasen 1-8, Technische Ausrüstung: Leistungsphasen 1- 8 Örtliche Bauüberwachung

Kompetenzfelder

Abwasserbehandlung , Stadtentwässerung , Elektro- und Energietechnik

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Erneuerung und Neuordnung des Abwassernetzes in List auf Sylt erstreckt sich über mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Ziel der Gesamtmaßnahme ist es, das Abwasser aus List zukünftig dem zentralen Klärwerk auf der Insel zuzuleiten. Hierfür werden teilweise vorhandene Leitungen weiter genutzt und durch zusätzliche Leitungen ergänzt.

Für einen zukünftig wirtschaftlichen Betrieb des Abwassernetzes wurden im Vorfeld hydraulische Leistungsberechnungen durchgeführt. Dabei wurden insbesondere die touristisch bedingten Schwankungen der Abwassermengen berücksichtigt. Auf Grundlage der Berechnungsergebnisse erfolgte eine Optimierung der Rohrleitungsdimensionen und der Abwasserpumpwerke.

Auf Basis der optimierten hydraulischen Leistungsberechnung wurden die erforderlichen neuen Druckrohrleitungen sowie die notwendigen Umbindungen an das bestehende Abwassernetz geplant. Insgesamt wurden ca. 5.740 m Abwasserdruckrohrleitungen in den Dimensionen DA 110 bis DA 355 hergestellt. Die Verlegung erfolgte aufgrund der örtlichen Randbedingungen vorrangig im HDD-Verfahren (Horizontal Directional Drilling). Die Druckrohrleitungen wurden dabei auf der gesamten Länge im Grundwasser verlegt.

Im Rahmen der Maßnahme wurden die beiden neuen Abwasserpumpwerke Brünk und Frischwassertal als Absenkbauwerke mit einem Durchmesser von DN 2.600 geplant und gebaut. Als Baustoff für die Bauwerke wurde Polymerbeton eingesetzt. Das vorhandene Pumpwerk Brünk wurde im Zuge der Neuordnung zurückgebaut.

Entlang des Trassenverlaufs wurden zudem Kanäle und Trinkwasserleitungen mitverlegt. Aufgrund der neuen Trassenführungen war teilweise auch eine Umverlegung vorhandener Leitungen erforderlich.