Erneuerung der Wassertransport-leitung Söse Nord, Weyhe
Deutschland, Landkreis Diepholz (Gemeinde Weyhe)
Auftraggeber
Harzwasserwerke GmbH
Projektumfang
Erneuerung eines Leitungsabschnitts der Fernwasserleitung Söse Nord einschließlich Neubau der Trinkwassertransportleitung Rückbau und Verdämmung der Altleitung Gewässerquerungen sowie begleitender Straßenbauarbeiten im Bereich der Bundesstraße B 6
Ingenieurleistungen
HOAI Leistungsphasen 3–8 Örtliche Bauüberwachung Ökologische Baubegleitung planungsbegleitende Vermessung
Kompetenzfelder
Wasserversorgung
Die Harzwasserwerke GmbH (HWW) betreiben die Fernwasserleitung (FWL) Söse Nord zur überregionalen Trinkwasserbelieferung zwischen der Sösetalsperre im Harz und der Hansestadt Bremen. Für den Leitungsabschnitt Melchiorshausen bis Brinkum ist aufgrund des hohen Alters der bestehenden Stahlleitung DN 450 (Baujahr ca. 88 Jahre) eine grundlegende Erneuerung vorgesehen.
Die neue Transportleitung wird als Stahlleitung DN 600 parallel zur bestehenden Trasse hergestellt. Die Altleitung bleibt während der Bauzeit weiterhin in Betrieb und wird erst nach erfolgreichem Umschluss außer Betrieb genommen und verdämmt. Eine provisorische Ersatzwasserversorgung ist nicht erforderlich. Die vorhandenen Streckenbauwerke werden im Zuge der Maßnahme vollständig zurückgebaut.
Der Trassenverlauf liegt überwiegend im Bereich der Bundesstraße B 6, die während der gesamten Bauzeit halbseitig unter Verkehr bleibt. Die Baumaßnahme ist in vier Bauabschnitte gegliedert und wird als Wanderbaustelle umgesetzt, um die Einschränkungen für den Verkehrsfluss zu minimieren. Zur Sicherstellung der Baustellenlogistik wird zusätzlich eine provisorische Baustraße auf der östlichen Seite der B 6 eingerichtet.
Im Zuge der Maßnahme sind die Kreuzungen der Gewässer Gänsebach und Hombach herzustellen. Diese erfolgen in offener Bauweise unter Verwendung geschlossener Spundwandkästen zur Sicherung der Baugruben. Aufgrund der beengten örtlichen Verhältnisse sind abschnittsweise Vor-Kopf-Arbeiten erforderlich.
Für die Durchführung der Baumaßnahme wurde ein abgestimmtes Verkehrsführungskonzept in Zusammenarbeit mit den zuständigen Verkehrsbehörden und -unternehmen entwickelt. Die Rohrverlegung erfolgt durchgängig in offener Bauweise unter den besonderen Randbedingungen des stark frequentierten Verkehrsraumes der B 6.