Erschließung des Gewerbegebiets in Gronau (Leine)

Deutschland, Gronau (Leine)

Auftraggeber

Samtgemeinde Leinebergland

Projektumfang

Anträge nach Nds. Wassergesetz und WHG Kanalnetzberechnung mit Hystem-Extran Bemessung der Regenrückhaltung und -versickerung mit Kosim Koordinierung der Versorgungsträger Koordinierung der Baugrunderkundung Entwurfsbegleitende Vermessung Bauvermessung Erstellung von Bestandsplänen

Ingenieurleistungen

Objektplanung Verkehrsanlagen, Leistungsphasen 1-9 Objektplanung Ingenieurbauwerke, Leistungsphasen 1-9 1-9

Kompetenzfelder

Erschließung und Revitalisierung

Die Stadt Gronau (Leine) verfolgt zur Sicherung ihrer weiteren städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung die Ausweisung und Erschließung neuer Gewerbeflächen. Hierzu wurde im Westen des Stadtgebietes eine rund 11,5 ha große Fläche entwickelt, die die bestehende Lücke zwischen einem bereits vorhandenen Gewerbegebiet entlang der B 3 und der westlichen Stadtgrenze schließt. Die Bereitstellung dieser Flächen stellt einen wesentlichen Baustein für die zukünftige Standortentwicklung der Stadt dar.

Erste planerische Überlegungen wurden bereits frühzeitig angestellt. Nach der Bereitstellung entsprechender Fördermittel konnte die Erschließungsplanung bis zur Ausführungsreife weiterentwickelt werden. Anfang 2019 erfolgte die Ausschreibung der Bauleistungen, im Mai 2019 die Vergabe an die ausführende Tiefbaufirma. Mit einer vorgesehenen Bauzeit von etwa einem Jahr werden baureife Gewerbeflächen geschaffen, wobei insgesamt rund 29.000 m³ Bodenbewegung erforderlich sind.

Im Rahmen der technischen Erschließung werden etwa 2.500 m Schmutz- und Regenwasserkanäle hergestellt. Ergänzend entstehen ein kombiniertes Regenrückhalte- und Versickerungsbecken mit einem Volumen von ca. 1.850 m³ sowie zwei Löschwasserzisternen mit jeweils 150 m³ Fassungsvermögen.

Eine besondere planerische und hydraulische Anforderung stellt die Regenwasserbewirtschaftung dar. Das anfallende Niederschlagswasser wird über das Kanalsystem einem kombinierten Regenrückhalte- und Versickerungsbecken zugeführt. Dort erfolgt zunächst eine Sedimentation, bevor das vorgereinigte Wasser über einen Überlauf mit Tauchwand in den Versickerungsbereich gelangt und dort dem natürlichen Wasserhaushalt wieder zugeführt wird.

Für die verkehrliche Erschließung werden rund 6.700 m² Asphaltfahrbahnen mit einer Breite von 6,50 m hergestellt. Ergänzend entstehen beidseitig gepflasterte Gehwege sowie abschnittsweise Stellplätze mit insgesamt ca. 5.200 m² Pflasterfläche.

Die Anbindung an das überörtliche Straßennetz erfolgt über einen neu herzustellenden Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 40 m und Betonfahrbahn einschließlich Radverkehrsanlagen, der in die südlich verlaufende Landesstraße integriert wird. Eine zweite Anbindung erfolgt über das bestehende Gewerbegebiet.

Damit wird eine leistungsfähige und verkehrlich sehr gut angebundene Gewerbefläche geschaffen, die sowohl an die Bundesstraße B 3 als auch über den weiteren Verlauf an die B 1 optimal in das überregionale Verkehrsnetz eingebunden ist.