Abwassertransportleitung und Pumpwerk in Steuerwald

Deutschland, Hildesheim

Auftraggeber

Stadtentwässerung Hildesheim AöR

Projektumfang

M-Technik +E-MSR-Technik örtliche Bauüberwachung

Ingenieurleistungen

Objektplanung: Leistungsphasen: 1-8 Tragwerksplanung: Leistungsphasen 1-6 Technische Ausrüstung: Leistungsphasen 1-8

Kompetenzfelder

Abwasserbehandlung , Elektro- und Energietechnik

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die neue Abwasserdruckleitung wurde vom Pumpwerk Steuerwald bis zur Kläranlage Hildesheim hergestellt. Der Abschnitt vom Pumpwerk Steuerwald bis auf Höhe der Schlammentwässerung in der Ruscheplatenstraße wurde in drei Bohrabschnitten weitestgehend im Horizontalspülbohrverfahren ausgeführt. Entlang des Leitungsverlaufs wurden zwei Kontrollschächte mit Möglichkeiten zur Entleerung, Spülung und Revision hergestellt. Aufgrund der erforderlichen Tiefen der Kontrollschächte und des damit verbundenen Grundwasserzustroms musste für einen der Schächte eine wasserdichte Baugrube im HDI-Verfahren (Hochdruckinjektion) hergestellt werden.
Der Leitungsabschnitt von der Schlammentwässerung bis zum Zulaufschacht II auf der Kläranlage Hildesheim wurde in offener Bauweise verlegt. Für die Herstellung dieses Abschnitts war eine vorauseilende geschlossene Wasserhaltung erforderlich.

Zusätzlich wurden die 20-kV-Mittelspannungskabel sowie das Steuerkabel von der Kläranlage bis zum Pumpwerk Steuerwald in offener Bauweise verlegt. Die Inbetriebnahme der Kabel erfolgte nach Abschluss des Umbaus des Pumpwerks Steuerwald. Das Pumpwerk Steuerwald wurde in Anlehnung an das bestehende Pumpwerk umgebaut und mit vier neuen Abwasserpumpen ausgestattet. Zwei Pumpen sind für den Trockenwetterfall und die Förderung des Abwassers über die neue Abwasserdruckleitung d 400 ADL 1 zur Kläranlage vorgesehen. Zwei weitere Pumpen dienen der Förderung im Regenwetterfall und der Einleitung von Spitzenlasten in den Mischwassersammler. Die Pumpen können jeweils gegenseitig als Reservepumpen eingesetzt werden.
Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wurde das Pumpwerk um ca. 1,50 m erhöht und mit einem neuen Hochbauteil versehen. In diesem sind der Transformator sowie die Mittelspannungs- und Niederspannungsstation untergebracht. Der Pumpensumpf erhielt eine PE-Auskleidung.
Während der Umbaumaßnahme wurde die Abwasserförderung über eine provisorische Pumpstation aufrechterhalten. Die provisorische Anlage wurde über einen mobilen Transformator und eine Netzersatzanlage (NEA) betrieben.